Was als Spaß beginnt, kann sich manchmal in eine problematische Richtung entwickeln. Daher ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass das Spielen einen gewissen Grad an Risiko mit sich bringt. Für manche Menschen kann es negative Auswirkungen auf die Gesundheit, Finanzen, Arbeit oder Beziehungen haben. Exzessives Spielen kann zu Kontrollverlust oder gar Sucht führen.
Wenn das Spielen außer Kontrolle gerät, kann es schnell gehen. Meist handelt es sich jedoch um einen langsamen Prozess und es könnte Dir zu Beginn gar nicht auffallen. Dir über die Anzeichen im Klaren zu sein, kann helfen, potenzielle Probleme frühzeitig festzustellen, sodass Du Vorsichtsmaßnahmen ergreifen kannst, bevor Du die Kontrolle verlierst.
Anzeichen, auf die Du Acht geben solltest:
Wenn einer der obigen Punkte auf Dich zutrifft oder falls Du gemerkt hast, dass es eine gute Idee sein könnte, Änderungen in Deinem Spielverhalten vorzunehmen, wirst Du es beruhigend finden zu wissen, dass Du Vorkehrungsmaßnahmen treffen kannst. So verhinderst Du eine negative Entwicklung. Für diese Zwecke stehen Dir viele Werkzeuge zur Verfügung.
Spiel-Budget
Lerne Dein Spielverhalten kennen
Sei dir bewusst, wie viel Zeit Du verbringst
Macht es immer noch Spaß?
Sei Dir der Konsequenzen bewusst
Wenn Du Dir Sorgen um Dein Spielverhalten machst, zögere nicht, uns zu kontaktieren, damit wir Dir helfen können, die ersten Schritte zu einer notwendigen Veränderung zu machen.
Fällt es Dir schwer, etwas zu ändern?
Unsere Gewohnheiten zu ändern, ist oft leichter gesagt, als getan. Wir können unsere Augen manchmal vor schlechten Gewohnheiten verschließen und es fällt uns leicht, Ausreden zu finden, um unser Verhalten zu rationalisieren. Es kann schwer sein, uns gegenüber selbst zuzugeben, dass etwas, was uns einmal Spaß gemacht hat und vielleicht nach wie vor Spaß macht, zu einem Problem in unserem Leben geworden ist.
Es ist normal, zwiespältige Gefühle gegenüber dem Spielen zu haben. Einerseits könnte Dir die Spannung beim Spielen und Heiterkeit bei einem Gewinn gefallen. Andererseits, könnte dieses gute Gefühl mehr und mehr durch Bereuen und negative Emotionen ersetzt werden. Falls dies der Fall ist, könnte es sinnvoll sein, mit dem Spielen aufzuhören und zu hinterfragen, ob das Spielen die negativen Auswirkungen wert ist.
Auch wenn es unangenehm ist, darüber nachzudenken, ist es wichtig, diese Gefühle, Gedanken oder Signale nicht zu ignorieren. Es könnte einfacher sein, mit kleinen Schritten auf eine positive Veränderung hinzuarbeiten. Gute Unterstützung ist hierfür verfügbar, nutze sie.
Ein Problem nicht zuzugeben oder nicht realisieren zu wollen, ist eine häufige Hürde, über welche viele Menschen stolpern. Erkennst Du eine oder mehrere dieser Methoden zur Rationalisierung Deines Verhaltens wieder?
“Ich habe einen Lauf!”
“Ich höre auf, sobald ich meine Verluste wieder reingeholt habe!”
“Es war so knapp, in der nächsten Runde gewinne ich definitiv!”
“Ich kann nicht glauben, dass ich so viel ausgegeben und immer noch nicht gewonnen habe!
Wenn ich jetzt nicht bald gewinne, stimmt etwas nicht mit dem Spielautomaten!”
Wenn Du in das Spielen vertieft bist, kann es schwer sein, rational zu denken. Der Gedanke an Gewinne bzw. das Gewinnen an sich könne einen starken Effekt auf Deine aktuellen Gedankengänge haben. Dies kann zu ungenauen Schlüssen bezüglich Deiner Gewinnchancen, und zu unnötigem Eingehen von Risiken führen. Dies ist ein oft auftretendes Phänomen und Teil dessen, wie das menschliche Gehirn strukturiert ist.
Eine Pause einzulegen, den Kopf freizubekommen und Abstand zum Spielen zu gewinnen, sind gute Maßnahmen, um rationaler über Dein Spielverhalten und Deine Gewinnchancen nachzudenken. Dich zu informieren, wie die Spiele funktionieren und Dich zu vergewissern, dass es keine Möglichkeit gibt, ein zufälliges Resultat zu beeinflussen, kann Dir auch dabei helfen, Deine eigenen Argumente zu entkräften:
Das Ignorieren oder Herunterspielen von Anzeichen, die Anlass zur Sorge bieten, ist eine häufige Methode, das eigene Verhalten zu rationalisieren und eine Ausreden dafür zu finden, nicht sofort Maßnahmen zu ergreifen. Denke daran, dass den Kopf in den Sand zu stecken in der Regel keine gute Strategie ist. Probleme wie diese erledigen sich nicht von alleine und könnten stattdessen immer problematischer werden, wenn Du nicht eingreifst. Es ist verständlich, dass das Zugeben eines Problems ein schwieriger Schritt sein kann, es ist jedoch ein wichtiger, daher versuche, Dich dem nicht entgegenzustellen oder es hinauszuzögern. Mit einer Person darüber zu reden, kann helfen, Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.
“Noch eine Runde kann nicht schaden!”
“Ich habe ein paar Mal ein bisschen übertrieben, aber ich habe kein Problem!”
“Ich mache gleich eine Pause, ich will nur noch eben…”
“Ist nicht so schlimm, bald bekomme ich mehr Geld!”
“Manch Andere sind viel schlechter dran als ich!”
“Ich habe schon so viel verloren, dann kann ich den Rest jetzt auch noch aufs Spiel setzen!”
“Ich habe schon so viel um die Ohren, das Spielen ist das Einzige, was mir Spaß macht!”
“Nur durch einen großen Gewinn kann ich meine Probleme lösen, damit alles wieder gut wird!”
“Ja, vielleicht sollte ich weniger spielen, mir fehlt aber gerade die Kraft, mich damit auseinanderzusetzen!”
Sich durch ein Problem überwältigt zu fühlen kann manchmal paralysierend wirken, den Eindruck erwecken, dass es keinen Ausweg gibt oder Dir das Gefühl geben, machtlos zu sein. Egal, wie schwer Deine Situation ist, sei Dir im Klaren, dass das Spielen es in diesem Fall nur noch schlimmer machen wird.
Wenn Du Dir nicht sicher bist, was Du tun kannst, oder wenn Du bezweifelst, dass Du derzeit in der Lage bist, eine Veränderung vorzunehmen, ist das in Ordnung. Bei Problemen mit dem Spielen kann es schwierig sein, diese ohne fremde Hilfe zu lösen. Zum Glück gibt es Unterstützung für Dich, also zögere nicht, diese in Anspruch zu nehmen. Es ist nie zu spät, die ersten Schritte in Richtung einer Veränderung zu unternehmen.